Eine Marmorskulptur des berühmten französischen Bildhauers Auguste Rodin (1840-1917) ist in Paris für rund 3,7 Millionen Euro versteigert worden.

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Die Darstellung der äthiopischen Prinzessin Andromeda aus der griechischen Mythologie erzielte am Dienstagabend deutlich mehr als den Schätzwert, wie das Auktionshaus Artcurial mitteilte.

Ein namentlich nicht genannter europäischer Sammler habe die 1887 geschaffene Skulptur aus weißem Marmor ersteigert.

130 Jahren in derselben Familie

"Andromède" zeigt eine junge nackte Frau auf einem Felsen. Es gibt vier weitere Exemplare: drei befinden sich in Museen in Paris, Buenos Aires und Philadelphia, eine weitere ist im Privatbesitz.

Die Skulptur gehörte fast 130 Jahre derselben Familie. Rodin hatte sie dem chilenischen Diplomaten Carlos Morla Vicuña geschenkt. Dieser hatte bei dem Bildhauer eine Büste seiner Frau Luisa in Auftrag gegeben - die in Paris so gut ankam, dass der Staat sie für ein Museum erwerben wollte.

Als Dankeschön, dass der Chilene sich von dem Werk trennte, überließ Rodin ihm "Andromède".

Rodin gilt als ein Wegweiser der Moderne. Mit seinen Assemblagen, seiner Arbeit mit Stoff, Holz und Nägeln und dem Spiel mit dem Fragmentarischen hat er die Kunstwelt nachhaltig beeinflusst.  © dpa

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