In der untergegangenen Stadt Pompeji haben Forscherinnen und Forscher bereits einige spektakuläre Entdeckungen gemacht. Nun haben sie erneut etwas gefunden: ein besonderes Skulpturenpaar.
Bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Pompeji haben Archäologinnen und Archäologen zwei nahezu lebensgroße Skulpturen entdeckt. Sie stellen einen Mann und eine Frau dar. Die detaillierten Steinfiguren wurden in der Nekropole von Porta Sarno freigelegt, einem der Haupteingänge der Stadt.
Weibliche Skulptur könnte bedeutende Persönlichkeit gewesen sein
Die weibliche Skulptur weist auf eine bedeutende lokale Persönlichkeit hin, möglicherweise eine Priesterin der Ceres. Ceres ist die römische Göttin für Landwirtschaft und Fruchtbarkeit. Unter anderem die dargestellten Schmuckstücke wie Ohrringe, Ringe und Armbänder sind der Grund für diese Annahme. Außerdem trägt sie einen Mondsichel-Anhänger, auch Lunula genannt, an ihrer Halskette.
In ihren Händen hält sie Lorbeerzweige, die in religiösen Zeremonien zur Reinigung und Segnung verwendet wurden. Die Stellung einer Priesterin war im antiken Pompeji eine der höchsten Positionen, die eine Frau im öffentlichen Leben erreichen konnte.
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Ein Ehepaar oder Mutter und Sohn?
Die männliche Figur ist in eine Toga gehüllt, die über die linke Schulter drapiert wurde. Obwohl die beiden Skulpturen zusammen gefunden wurden, gibt es keine eindeutigen Hinweise darauf, dass sie ein Ehepaar darstellen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass es sich bei dem Mann um einen Sohn der Frau handelt. Inschriften für eine Identifizierung sind nicht vorhanden.
Die Skulpturen werden derzeit restauriert und sollen ab dem 16. April in einer Ausstellung in Pompeji der Öffentlichkeit präsentiert werden. (lau)
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