Paul Schrader hat Drehbücher zu Kultfilmen wie "Taxi Driver" geschrieben und ist auch als Regisseur bekannt. Jetzt erhebt seine frühere Assistentin schwere Vorwürfe gegen ihn, die er dementiert.
Die ehemalige Assistentin des US-Filmemachers Paul Schrader wirft diesem in einer Klage sexuelle Belästigung und sexuelle Übergriffe vor. Das berichten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf Gerichtsdokumente.
Schrader, so der Vorwurf, soll die 26 Jahre alte Frau von Mai 2021 bis September 2024 immer wieder verbal und körperlich belästigt haben. Sein Anwalt Phillip Kessler wies die Vorwürfe zurück, wie mehrere US-Medien berichteten.
Bekannt für Drehbuch von "Taxi Driver" und eigene Filme
Schrader schrieb die Drehbücher für mehrere Kultfilme von
Unter anderem soll Schrader versucht haben, die Frau während des Filmfestivals in Cannes 2024 in seinem Hotelzimmer zu küssen und sie dort festgehalten haben. Mehrere Tage später habe er sie unter einem falschen Vorwand zu sich zitiert und sich entblößt, berichten der US-Sender NBC und das Magazin "Variety" übereinstimmend.
In Cannes stellte Schrader seinen neuesten Film "Oh, Canada" vor (noch kein deutscher Kinostart). Das Drama ist mit Richard Gere, Uma Thurman und Jacob Elordi besetzt.
Streit um einen mutmaßlichen Vergleich
Die frühere Mitarbeiterin habe die Klage am Gericht in New York eingereicht, weil der 78 Jahre alte Regisseur einen außergerichtlichen Vergleich mit ihr nicht eingehalten habe, heißt es.
Schraders Anwalt Kessler sagte dem "Hollywood Reporter", dass es sich um eine "verzweifelte, opportunistische und leichtfertige Klage zur Durchsetzung eines Vergleichs handelt, der nie von Schrader unterzeichnet wurde". Bis zur rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. (dpa/bearbeitet von tas)
Hilfsangebote
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- Wenn Sie einen Verdacht oder gar Kenntnis von sexueller Gewalt gegen Dritte haben, wenden Sie sich bitte direkt an jede Polizeidienststelle.
- Falls Sie bei sich oder anderen pädophile Neigungen festgestellt haben, wenden Sie sich bitte an das Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden".
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