Neue Vorwürfe gegen den britischen Komiker: Russell Brand werden erneut Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe vorgeworfen, die einen Zeitraum von mehreren Jahren umfassen sollen. Der 49-jährige Komiker und Schauspieler wird sich nun vor Gericht verantworten müssen.

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Ein schwerer Schlag für Russell Brand (49): Der Komiker und Schauspieler wird sich wegen Vergewaltigung und mehrerer sexueller Übergriffe vor Gericht verantworten müssen. Wie die britische Metropolitan Police am Freitag laut "The Times" mitteilte, werden Brand insgesamt fünf mutmaßliche Straftaten vorgeworfen, die sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstrecken haben sollen.

Die Anklage umfasst einen Vorwurf der Vergewaltigung, einen der Oralsex-Vergewaltigung, einen der sexuellen Nötigung sowie zwei Vorwürfe sexueller Übergriffe, wie aus der Polizeimitteilung hervorgeht. Die Ermittlungen gegen Brand begannen bereits im September 2023, nachdem mehrere Frauen Anschuldigungen gegen ihn erhoben hatten. Dies geschah im Zuge einer gemeinsamen Recherche der "Sunday Times" und der Channel 4-Dokumentation "Dispatches".

Gerichtsverhandlung beginnt am 2. Mai

Laut den Berichten sollen sich die mutmaßlichen Taten, die nun vor Gericht verhandelt werden, zwischen den Jahren 1999 und 2005 ereignet haben und insgesamt vier verschiedene Frauen betreffen. Brand hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er betonte in der Vergangenheit, dass alle seine sexuellen Beziehungen "absolut immer einvernehmlich" gewesen seien.

Der britische Komiker wird am 2. Mai vor dem Westminster Magistrates' Court erscheinen müssen. Die Ermittler betonen, dass das Verfahren weiterhin offen ist. Personen, die von dem Fall betroffen sind oder relevante Informationen haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Weitere Vorwürfe stehen im Raum

Bereits im März meldete "The Sun", dass es eine Anklage gegen Russell Brand geben würde. Demnach sei beim Londoner High Court eine anonyme Klage eingereicht worden. Damals hieß es, es handele sich um Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und emotionalen Missbrauchs ebenfalls gegen vier Frauen (darunter auch eine damals angeblich 16-Jährige), die in den Jahren 2006 bis 2013 Opfer von Brands Verhalten geworden seien.

Inwieweit diese Fälle bzw. Anklagen zusammenhängen, ist aufgrund der unterschiedlichen Zeitangaben aktuell noch unklar. Der Schauspieler und Komiker sieht sich außerdem in den Vereinigten Staaten mit verschiedenen zivilrechtlichen Klagen wegen sexueller Nötigung konfrontiert, unter anderem mit dem Vorwurf, er habe sich während der Dreharbeiten zu der Komödie "Arthur" im Jahr 2010 vor einer Frau entblößt. Auch diese Vorwürfe bestreitet der 49-Jährige vehement.

Brand, einst einer der bekanntesten britischen Stand-up-Comedians und Ex-Ehemann von US-Superstar Katy Perry (40), lebt seit einiger Zeit in den USA, könnte laut britischen Medienberichten aber an das Vereinigte Königreich ausgeliefert werden, um sich dort wegen der Sexualverbrechen vor Gericht zu verantworten. (dr/spot)

Hilfsangebote

  • Wenn Sie selbst von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, wenden Sie sich bitte an das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (116 016 oder online), das Hilfetelefon "Gewalt an Männern" (0800/1239900 oder online), das Hilfetelefon "Sexueller Missbrauch" (0800/225 5530), in Österreich an die Beratungsstelle für misshandelte und sexuell missbrauchte Frauen, Mädchen und Kinder (Tamar, 01/3340 437) und in der Schweiz an die Opferhilfe bei sexueller Gewalt (Lantana, 031/3131 400)
  • Wenn Sie einen Verdacht oder gar Kenntnis von sexueller Gewalt gegen Dritte haben, wenden Sie sich bitte direkt an jede Polizeidienststelle.
  • Falls Sie bei sich oder anderen pädophile Neigungen festgestellt haben, wenden Sie sich bitte an das Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden".
  • Anlaufstellen für verschiedene Krisensituationen im Überblick finden Sie hier.

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