Deutschlands Judo-Ass Anna-Maria Wagner geht in die letzte Saison. Die zweimalige Weltmeisterin gilt längst als Vorbild über den Sport hinaus.
Die zweimalige Judo-Weltmeisterin

In der französischen Hauptstadt hatte Wagner die erhoffte Medaille verpasst. Ihren Bronze-Kampf in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm verlor sie gegen Ma Zhenzhao aus China.
"Was dieses Jahr für mich bereithält, werde ich euch Stück für Stück verraten", erklärte Wagner. "Es warten nicht nur Kämpfe, sondern auch tolle Projekte, die ich mit euch teilen werde." Mehr zu ihrer Zukunft gab die Weltmeisterin von 2021 und 2024 vorerst nicht bekannt.
Wagners offener Umgang mit Depressionen
Wagner gilt seit langem auch über den Sport hinaus als Vorbild. Neben den vielen Erfolgen - unter anderem Olympia-Bronze im Einzel und im Team 2021 in Tokio – brachte ihr auch der offene Umgang mit ihren mentalen Problemen viel Respekt ein.
Nach den Sommerspielen in Japan vor knapp vier Jahren war sie in ein psychisches Loch gefallen, sowohl körperlich als auch geistig erschöpft gewesen. Corona erschwerte die Situation zusätzlich. Wagner dachte über ein Karriereende nach. Auch nach den Spielen in Paris nahm sie sich eine Pause.
Sie werde nach mehreren Jahren in Köln nun an den Stützpunkt in Stuttgart zurückkehren, kündigte Wagner an. In der Bundesliga kämpft sie weiterhin für die TSG Backnang. (dpa/bearbeitet von lh)