Eigentlich wollte sich Ersatztorwart Robin Olsen nur in Ruhe in der Halbzeitpause für seine anstehende Einwechslung aufwärmen. Weil er dabei einem geplanten Kinder-Elfmeterschießen in die Quere kommt, wird er gnadenlos ausgebuht und beschimpft.

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Torhüter Robin Olsen musste am Dienstagabend ein unangenehmes Konzert aus Buhrufen und Beschimpfungen aushalten. Was war passiert? Es war gerade Halbzeit beim Premier-League-Spiel zwischen Crystal Palace und Aston Villa (Zwischenstand 1:0). Der Torhüter der Gäste-Mannschaft, Weltmeister Emilio Martinez, konnte nicht weitermachen und musste deswegen zur zweiten Hälfte durch Olsen ersetzt werden. Das berichtet die "Sportbild".

Der wollte die Halbzeitpause nutzen, um sich auf seinen Einsatz vorzubereiten und aufzuwärmen. Das Problem: Für die Pause war ein Elfmeterschießen für Kinder geplant. Olsen wollte darauf keine Rücksicht nehmen und zog trotzdem sein Aufwärmprogramm durch.

Irgendwann stellte sich sogar das Maskottchen der Heim-Mannschaft, Pete the Eagle, demonstrativ neben Olsen zwischen die Pfosten. Doch weder das noch die freundliche Bitte von Crystal Palace, das Tor zu verlassen, halfen.

Olsen kassiert drei Gegentore in der zweiten Halbzeit

Die Fans hinter dem Ort des Geschehens reagierten mit wütenden Buhrufen und wüsten Beschimpfungen. Schließlich wurde die Halbzeitshow nach diversen Verzögerungen und Umbauten zum Tor auf der anderen Seite verlegt.

Endlich ging es dann auf dem Platz mit Fußball weiter. Olsen wurde auch im weiteren Spielverlauf von Buhrufen und Schmähgesängen begleitet. Auch rein sportlich lief es für Olsen alles andere als rund. Drei Treffer kassierte er in der zweiten Hälfte, am Ende verlor Aston Villa deutlich mit 1:4 und rutschte damit in der Tabelle auf den zehnten Platz ab.

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