Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen freut sich bereits auf sein Comeback im DFB-Team. Mit Entscheidungen gegen ihn hatte er in der Vergangenheit durchaus zu kämpfen.

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Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen brennt auf sein Comeback – beim FC Barcelona, aber auch in der DFB-Auswahl. Er habe "eine Riesen-Vorfreude auf alles, was bei der Nationalmannschaft jetzt kommt", sagte der 32-Jährige im Bild-Podcast "Phrasenmäher".

Ter Stegen hatte sich Mitte September einen Patellasehnenriss im rechten Knie zugezogen, nahm am Montag aber erstmals wieder am gemeinsamen Torwarttraining beim spanischen Tabellenführer teil. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zuletzt betont, ter Stegen werde nach seiner Genesung wieder die Nummer 1 im DFB-Tor sein.

Ursprünglich war eine Ausfallzeit von acht Monaten prognostiziert worden. "Und jetzt bin ich nach sechs Monaten ins Mannschaftstraining eingestiegen, fühle mich körperlich fit wie nie und bin voller Energie", sagte ter Stegen.

Der Torwart weiter: "Ich (...) halte jede Belastung gut aus und bin hungrig darauf, bald zu spielen – ohne ein genaues Datum im Kopf zu haben. Wenn ich die Belastungen mit Passformen und alle Teile des Mannschaftstrainings jetzt gut meistere, werde ich den Trainer schon mal anpieksen, damit er weiß, dass ich bereit bin."

Als Löw Neuer den Vorzug gab, war das für ter Stegen "nicht gerecht"

Der frühere Gladbacher spricht auch über die Entscheidung, die ihn in seiner Karriere "am härtesten getroffen" habe: Jene von Bundestrainer Joachim Löw, bei der WM 2018 auf den aus einer langen Verletzung kommenden Manuel Neuer statt auf ihn zu setzen. "Ich habe fast alle Spiele gemacht, das war bis dahin mein bestes Jahr. Für mich war das in dem Moment nicht gerecht."

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"Natürlich denkst du dann auch mal darüber nach, ob du dir das noch antun willst", verriet ter Stegen offen. "Auf der anderen Seite spielst du für dein Land, bist stolz, Deutscher zu sein und die Nationalmannschaft repräsentieren zu können." Hätte er aus der Emotion heraus entschieden, "hätte ich vielleicht schon mal gesagt: jetzt reicht's mir".

Anders sei es vor der Heim-EM 2024 gewesen, als auch Nagelsmann dem Bayern-Keeper Neuer den Vorzug gab. "Julian ist als Typ gerade raus, genau so bin ich auch. So, wie er es mir erklärt hat, war es für ihn keine leichte Entscheidung. War ich glücklich darüber? Sicher nicht! Ich habe gesagt, dass ich das respektiere – aber eine andere Meinung habe. Das heißt aber nicht, dass ich ihn deswegen weniger schätze. Julian war und ist immer sehr ehrlich." (SID/bearbeitet von lh)