Dass Fans ihre Spieler nach einer verlorenen Partie zur Rede stellen, ist nicht ungewöhnlich. Beim Streit zwischen Granit Xhaka und den Bayer-Fans ging es nach der Pokalniederlage gegen Bielefeld aber offenbar sehr ruppig zu.

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Die Pokal-Blamage gegen Arminia Bielefeld geht auch an den zuletzt erfolgsverwöhnten Leverkusener Fans nicht spurlos vorüber. Sinnbildlich dafür steht eine Szene, die sich am gestrigen Abend nach der Niederlage zwischen den mitgereisten Gästefans und Leverkusens Mittelfeldspieler Granit Xhaka abspielte. Während die Bielefelder Fans ihre Pokalhelden feierten, kam es hier zu einer verbalen Auseinandersetzung.

Sowohl die beteiligten Fans als auch Xhaka zeigten mehrmals energisch mit ihren Fingern aufeinander, der Schweizer Nationalspieler gestikulierte dabei stark und wirkte durchaus aufgebracht. Zuvor hatte auch Xhaka gegen Bielefeld anders als in vielen anderen Partien kaum Akzente im Spiel setzen können – am Ende schied Bayer gegen den Drittligisten verdient aus dem Pokal aus. Worum es bei dem Austausch genau ging, verriet er aber nicht.

Rolfes zeigt Verständnis für Bayer-Fans

Dass sich die Spieler auch nach verlorenen Partien der mitgereisten Fanszene stellen, ist im deutschen Fußball häufiger der Fall. Hin und wieder machen die Vertreter der aktiven Fanszenen den Spielern dabei auch deutliche Ansagen – in drastischen Fällen forderten manche Fangruppen sogar die Trikots der Spieler ein.

Auch im frei empfangbaren Fernsehen war die Szene zu sehen: Während Leverkusens Sportchef Simon Rolfes in der TV-Übertragung des Spiels in der ARD gerade Esther Sedlaczek und TV-Experte Bastian Schweinsteiger Rede und Antwort stand, schaltete der Sender auf Xhaka. Der Sport-Geschäftsführer Rolfes zeigte beim Anblick der Szenen Verständnis für den Frust der Fans: "Das trifft uns alle, das geht nicht nur den Fans so, das gilt für uns genauso", sagte er.

Verwendete Quellen:

  • dpa
  • SID
  • Live-TV-Übertragung in der ARD