Real Madrid verliert deutlich mit 1:3 gegen die AC Mailand und muss sich langsam eingestehen, in einer veritablen Krise zu stecken. Die spanische Presse jedenfalls watscht die "Königlichen" ab, während sogar Trainer Ancelotti zugibt, sich Sorgen zu machen.
Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid steckt nach der nächsten Pleite früh in der Saison in einer heiklen Situation. Schon zwei Niederlagen in vier Spielen im Paradewettbewerb Champions League, der schwache Auftritt beim 1:3 (1:2) gegen die AC Mailand bedeutete den nächsten Rückschlag und bescherte den Königlichen reichlich Kritik der heimischen Presse.
"Madrids Krise ist nach der Niederlage gegen Mailand real", titelte Mundo Deportivo: "Wie schon im Clasico gegen Barcelona spielte Real Madrid ein schlechtes Spiel und verlor gegen Milan einen europäischen Klassiker in einem Bernabeu, das die Mannschaft von Ancelotti auspfiff." Die Marca sah "ein zerfleddertes Madrid, eine Mannschaft ohne Spiel und körperliche Stärke, in der jeder unter seinem Niveau ist".
Schon zwei deutliche Niederlagen in Serie
"Wir müssen uns Sorgen machen, wir zeigen nicht die beste Version unserer selbst", sagte Trainer
Dass
Zur Halbzeit der Ligaphase liegt Real, das nur gegen den VfB Stuttgart (3:1) und Borussia Dortmund (5:2) zu Hause gewann, mit sechs Punkten nur im Tabellenmittelfeld. In der Liga hatte es zuletzt eine herbe 0:4-Pleite im Clasico gegen den FC Barcelona gesetzt, dort fehlen bei einem Spiel weniger schon neun Zähler auf Tabellenführer Barca. Gegen Milan pfiff das treue, aber auch stets ehrliche Publikum im Santiago Bernabeu schon zur Pause.
Auch Reals Spieler wirken verunsichert
Auch die Spieler von Trainer Carlo Ancelotti gaben sich nach der nächsten Pleite bestürzt. "Wir machen eine Phase durch, in der wir von unseren Gegnern viel bestraft werden, und wir müssen weiter daran arbeiten, dass sich das nicht wiederholt", sagte Verteidiger Lucas Vazquez.
Neun Gegentore in den letzten drei Heimspielen seien "natürlich eine schlechte Zahl. Ich denke, dass sowohl die Verteidigung als auch der Angriff eine kollektive Angelegenheit ist und dass wir darauf den Schwerpunkt legen müssen." Vazquez glaube aber auch, "dass wir es gemeinsam schaffen werden", Madrid werde "wird bis zum Ende kämpfen".
Routinier Luka Modric schlägt in eine ähnliche Kerbe: "Wir müssen zusammenstehen und verbessern, was wir schlecht machen", fordert der Kroate. "Es ist keine Krise, das ist kein Wort, über das ich gerne spreche. Ich bin hier seit zwölf Jahren und das ist nicht das erste Mal, dass ich so eine Situation erlebe. Die Qualität ist nicht hoch genug, wir müssen als Team mehr zusammenarbeiten, dann wird es einfacher für uns. Ich bin mir sicher, dass wir wieder nach oben kommen." (sid/dpa/bearbeitet von ska)
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