Mehrere Verträge beim FC Bayern München enden im Sommer 2026. Bei Spielern wie Serge Gnabry, Leon Goretzka und Dayot Upamecano stellt sich die Frage, ob die Arbeitspapiere verlängert werden oder ein Transfer anvisiert wird.

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Mit Leroy Sané, Eric Dier, Thomas Müller und Ersatz-Torwart Sven Ulreich gibt es vier Spieler, deren Verträge in diesem Sommer enden. Noch wurde nicht bekanntgegeben, wie es mit den vier Spielern weitergeht. Bei Müller deutet sich eher ein Abschied an, bei Ulreich vermutlich eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr.

Doch es gibt noch viele weitere Personalien, mit denen sich Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund beschäftigen müssen.

Im Sommer 2026 laufen unter anderem die Verträge von Leon Goretzka (30), Serge Gnabry (29), Raphaël Guerreiro (31) und Dayot Upamecano (26) aus. Alle befinden sich in einem guten Fußball-Alter, sodass sich die Frage stellt: verlängern oder verkaufen? Die bevorstehende Sommer-Transferperiode könnte die letzte Möglichkeit bieten, noch eine Ablöse zu generieren.

Babbel wundert sich über Gnabry: "Weiß nicht, was da schiefgelaufen ist"

Der frühere Bayern-Spieler Markus Babbel könnte sich vorstellen, dass der formkriselnde Gnabry ein Verkaufskandidat ist. "Ich glaube, in der Trainergunst steht Gnabry an letzter Stelle hinter Michael Olise, Kingsley Coman und Leroy Sané. Das ist kein gutes Zeichen", sagte er bei "ran.de" über den Konkurrenzkampf auf den Flügelpositionen.

"Was da jetzt genau schiefgelaufen ist, weiß ich nicht, weil mir vom Grundsatz her Gnabry immer extrem gut gefallen hat. Er ist jemand, der eigentlich immer zehn bis 15 Tore in einer Saison macht und zudem viele Treffer vorbereitet. Umso mehr irritiert mich, warum das momentan überhaupt nicht funktioniert. Er bemüht sich. Aber momentan geht ihm nichts leicht von der Hand, alles wirkt so gequält."

Das würde laut Babbel bedeuten: "Wenn ich einen Gnabry, der mit Sicherheit einen Bombenvertrag hat, verkaufen kann, musst du als FC Bayern natürlich auch wirtschaftlich denken. Für ihn gäbe es noch eine gewisse Ablöse."

Goretzka lehnte wohl sämtliche Angebote anderer Vereine ab

Dies wäre vermutlich auch bei Goretzka der Fall. Galt der defensive Mittelfeldspieler im Sommer 2024 noch als Verkaufskandidat, so zählt er mittlerweile zur Stammelf. Im März kam er sogar erstmals seit 16 Monaten wieder für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz. Was das für seine Zukunft beim FC Bayern bedeutet?

Laut einem Bericht der "Bild" gab es zuletzt Anfragen von dem englischen Erstligisten Manchester United und dem französischen Erstligisten AS Monaco. Goretzka blockte alles ab. Im Sommer 2024, als er keine Zukunft in München zu haben schien, soll er sogar ein Angebot von dem italienischen Top-Verein Inter Mailand abgelehnt haben.

Laut dem Bericht soll Goretzka auch längerfristig in München bleiben wollen. Und selbst im Verein soll ein Umdenken stattgefunden haben, sodass über eine Vertragsverlängerung nachgedacht wird. In diesem Fall würde aber vermutlich ein anderer Mittelfeldspieler verkauft werden, zum Beispiel João Palhinha (29). Der Portugiese wurde erst im Sommer 2024 verpflichtet, konnte sich bislang aber nicht etablieren.

Vertragsverlängerung mit Upamecano könnte am Geld scheitern

Der momentan verletzte Upamecano ist beim FC Bayern normalerweise in der Innenverteidigung gesetzt. Eberl bezeichnet ihn als einen "herausragenden Verteidiger." Der französische Nationalspieler stellte seine Fehleranfälligkeit weitestgehend ab, die ihm früher oft Kritik einbrachte.

Laut einem Bericht des "kicker" sind beide Seiten an einer Vertragsverlängerung interessiert. Das Problem ist allerdings: Nachdem Alphonso Davies, Joshua Kimmich und Jamal Musiala hochdotierte Verträge bekamen, soll er sich an deren Gehälter orientieren. Laut einer Schätzung der "Sport Bild" verdient er bereits rund 16 Millionen Euro. Es ist fraglich, ob der FC Bayern dazu bereit ist, das Gehalt noch einmal deutlich anzuheben.

Guerreiro könnte München 2026 verlassen

Guerreiro hat beim FC Bayern derzeit einen hohen Wert, weil er sowohl im defensiven Mittelfeld als auch als Linksverteidiger und Rechtsverteidiger eingesetzt werden kann. Solange Linksverteidiger Davies (Kreuzbandriss) fehlt, wird der Portugiese dringend gebraucht.

Im Sommer allerdings kehrt der 18-jährige Adam Aznou zurück, der momentan in der 1. Liga von Spanien bei Real Valladolid Spielpraxis sammelt. Er dürfte mittelfristig der Backup von Davies sein. Die Form von Guerreiro hingegen ist schwankend. Auch wenn er aufgrund der verletzungsgeplagten Abwehr aktuell gebraucht wird, gilt er laut dem "kicker" bereits in diesem Sommer als Verkaufskandidat.

Auch Vertrag von Neuer endet 2026

Ebenfalls im Sommer 2026 enden die Verträge von Torwart Manuel Neuer (39) und den beiden jungen Talenten Tarek Buchmann (20) sowie Gabriel Vidovic (21). Bei Neuer wird von Jahr zu Jahr entschieden, ob er seine Karriere fortsetzt. Buchmann durchlebt eine verletzungsintensive Saison, wurde Anfang März an der Schulter operiert und wartet noch auf sein Profidebüt.

Vidovic wurde nach einer eher misslungenen Ausleihe zum 1. FSV Mainz 05 (2 Einsätze) im Winter zurückgeholt. "Er kam erst nach Saisonstart nach Mainz, hatte sich dann verletzt und ist eine ganze Zeit lang ausgefallen", erklärte Übergangskoordinator Richard Kitzbichler im Interview mit unserer Redaktion. "Nachdem wir Mathys Tel nach Tottenham Hotspur verliehen hatten, wurde ein Platz im Profikader frei. Daher wurde entschieden, dass Gabriel wieder zurück nach München kommt, sodass er wieder voll fit wird und Bestandteil unseres Kaders ist."

Seitdem allerdings wurde er bei den Profis nicht mehr eingesetzt. Genauso wie bei Buchmann ist es fraglich, ob er sich für einen neuen Vertrag empfehlen kann.

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