Verwirrung um Joshua Kimmich: Lange sah alles nach einer zeitnahen Vertragsverlängerung aus, doch jetzt soll der FC Bayern sein Angebot zurückgezogen haben. Wie geht es mit dem Leistungsträger weiter?

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Joshua Kimmich gehört zu den unumstrittenen Stammspielern und Leistungsträgern beim FC Bayern. Seit 2015 spielt der 30-Jährige bei den Münchnern, doch jetzt könnte es völlig überraschend auf ein zeitnahes Kimmich-Ende beim FC Bayern hinauslaufen.

Denn wie die "Bild"-Zeitung am Donnerstagmittag berichtete, soll der FC Bayern sein Angebot einer Vertragsverlängerung zurückgezogen haben, auch Sky berichtete kurz danach vom Bayern-Rückzug. Kimmichs Kontrakt läuft im Sommer aus.

Hat Kimmich zu lange gezögert?

Demnach sollen die Verantwortlichen Kimmich zu Beginn der Woche mitgeteilt haben, dass das vorliegende Angebot nicht mehr gültig sei. Dem Vernehmen nach soll der Mittelfeld-Star zu lange gezögert haben – die Bosse um Sportvorstand Max Eberl könnten das lange Hinhalten nicht nachvollziehen.

Am Montag soll der Aufsichtsrat in seiner vierteljährlich stattfindenden Sitzung beschlossen haben, das Angebot für Kimmich nicht mehr aufzubessern. Selbiges berichtete auch die "Abendzeitung" am Mittwochnachmittag. Mit dem Rückzug des Angebots erreicht der Vertragspoker nun eine neue Eskalationsstufe.

Dem Bericht zufolge könnte es noch immer zu einer Verlängerung kommen. Verein und Spieler sollen noch immer in Gesprächen sein – die ihm gebotenen Konditionen wird Kimmich dabei aber wohl nicht mehr bekommen. Der 30-Jährige könnte sich also verzockt haben.

Kimmich hat keinen eigenen Berater

Der Ball liegt weiterhin bei Kimmich, der keinen eigenen Berater hat und seine Verträge alleine aushandelt. Verlängerung oder Bayern-Abschied?

Ein ablösefreier Abgang wäre für die Bayern jedenfalls sehr schmerzhaft, Interessenten für den Mittelfeldspieler dürfte es mehrere geben. In den vergangenen Jahren bekundete beispielsweise der FC Barcelona immer wieder sein Interesse an einer Kimmich-Verpflichtung.

Doch trotz des Risikos eines ablösefreien Transfers ist der Rückzug der Bayern auch ein klares Zeichen: Die Bosse wollen nicht ewig auf die Entscheidung eines Spielers warten – ganz nach dem Motto: Kein Spieler ist größer als der Verein.

Kimmich sollte auf Musiala, Davies und Neuer folgen

Zuletzt hatten die Bayern die Verträge mit Jungstar Jamal Musiala, Alphonso Davies (bis 2030) und Kapitän Manuel Neuer (bis 2026) verlängert. Kimmich sollte schnellstmöglich folgen.

Präsident Herbert Hainer hatte sich erst letzte Woche zuversichtlich gezeigt. Es gebe "natürlich sehr viele gute Gründe dafür", hatte auch Kimmich jüngst zu einem Verbleib in München gesagt. Die Chance, dass er verlängere, sei "deutlich größer als im Sommer", erklärte der Führungsspieler, der schon seit 2015 für den Rekordmeister spielt.

Verwendete Quellen

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