Toronto - Die Detroit Pistons mit Basketball-Weltmeister Dennis Schröder stehen in der nordamerikanischen Profiliga NBA erstmals seit sechs Jahren wieder in den Play-offs. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft setzte sich mit seinem Team 117:105 bei den Toronto Raptors durch und kann nicht mehr aus den top Sechs in der Eastern Conference verdrängt werden.

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"Das ist eine Riesensache", sagte Coach J.B. Bickerstaff: "Normalerweise sollten wir uns nicht damit beschäftigen, wo wir stehen oder wie der Tabellenstand ist. Aber das ist eine großartige Gelegenheit für das Team, zu sehen, was wir gemeinsam erreichen können." In der vergangenen Saison hatte Detroit noch den letzten Platz belegt, Schröder war erst vor gut zwei Monaten zum Team dazugestoßen.

Gegen seinen früheren Arbeitgeber in Toronto ersetzte Schröder erneut den verletzten All-Star Cade Cunningham und steuerte in gut 35 Minuten starke 16 Punkte, sieben Assists und vier Rebounds bei. Bester Punktesammler war Tim Hardaway Jr. mit 23 Zählern.

Hartenstein trotz Pleite mit starken Zahlen

Als Fünfter im Osten winkt den Pistons derzeit ein Duell mit den viertplatzierten Indiana Pacers in der ersten Runde der Play-offs. Rechnerisch könnte Detroit die Pacers noch einholen und sich so in der Serie den Heimvorteil sichern. Bei drei Spielen Rückstand und nur noch fünf zu absolvierenden Partien ist dies jedoch recht unrealistisch.

Für die Oklahoma City Thunder setzte es derweil eine seltene Pleite. Der Liga-Spitzenreiter unterlag 111:125 bei den Houston Rockets und ging nach elf Siegen in Folge erstmals wieder als Verlierer vom Parkett. Damit verpassten es die Thunder, als drittes Team in der Historie mindestens 70 Saisonsiege einzufahren. Dennoch bleibt Oklahoma City mit 64 Erfolgen souveräner Tabellenführer.

Celtics brechen Dreier-Rekord

Isaiah Hartenstein lieferte trotz der Niederlage eine starke Leistung ab und sammelte in 28 Minuten 16 Punkte, sieben Rebounds, vier Vorlagen, einen Steal und zwei Blocks. Teamkollege Shai Gilgeous-Alexander musste sich an einem für ihn schwachen Abend mit 22 Zählern begnügen. Dennoch überholte der Topscorer der Liga mit seinem 70. Spiel mit mindestens 20 Punkten hintereinander die NBA-Legende Michael Jordan.

Den Boston Celtics gelang unterdessen ein weiterer historischer Meilenstein. Der Meister traf beim 123:103 gegen die Phoenix Suns 14 Dreier und stellte mit insgesamt 1370 Treffern aus der Distanz einen neuen NBA-Rekord auf. Die bisherige Bestmarke hatte den Golden State Warriors um den besten Dreier-Schützen der Liga, Steph Curry, gehört.  © Deutsche Presse-Agentur