Es gibt sie in groß und in klein, mopsig und schlank, mit langem und lockigem Fell: Für jeden Hundeliebhaber gibt es das perfekte Tier. Eines haben sie aber alle gemein: Sie werden älter. Forscher haben nun ermittelt, ab wann Hunde offiziell ein hohes Alter erreicht haben.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, ab wann ein Hund eigentlich als "alt" klassifiziert wird? Eine aktuelle Studie, die im "Journal of Small Animal Practice" veröffentlicht wurde, hat sich genau mit dieser Thematik befasst. Ziel der Untersuchung war es, anhand von veterinärmedizinischen Gesundheitsdaten zu bestimmen, wann Hunde in die Lebensphase des "hohen Alters" eintreten.
Die Forscherinnen und Forscher analysierten zunächst umfangreiche elektronische Gesundheitsakten von Hunden. Darin suchten sie nach belastbaren Hinweisen, wie sich die Vierbeiner als "alt" klassifizieren lassen. Ein Ergebnis der Studie: Kleinere Hunderassen werden im Gegensatz zu größeren Rassen tendenziell später als "alt" eingestuft. Dies deckt sich mit der allgemeinen Beobachtung, dass kleinere Hunde oft eine höhere Lebenserwartung haben.
Deutscher Schäferhund gilt bereits ab etwa acht Jahren als alt
Während ein kleiner Terrier mit elf Jahren noch als mittelalt gelten kann, wird ein Bernhardiner dieses Alters bereits als Senior angesehen. Auch ein Labrador Retriever wird im Durchschnitt ab etwa neun Jahren als alt eingestuft, ein Deutscher Schäferhund bereits ab etwa acht Jahren. Ein Golden Retriever zählt meist ab neun Jahren zu den Senioren.
Bei den bekanntermaßen sehr viel kleineren Möpsen beginnt das Seniorenalter indes häufig erst mit etwa zehn Jahren. Ein Chihuahua – eine besonders langlebige Rasse – gilt oft erst mit zwölf Jahren als alt.
Diese Unterschiede sind den Forschern zufolge wichtig für Tierärzte und Hundebesitzer. So können diese den Gesundheitszustand und die Bedürfnisse des Hundes besser einschätzen.
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Tipps für Halter älterer Hunde
Mit dem Alter ändern sich auch die Bedürfnisse eines Hundes. Hier einige Empfehlungen für den Umgang mit älteren Vierbeinern:
- Ernährung anpassen: Seniorenfutter mit reduziertem Kaloriengehalt und speziellen Nährstoffen kann helfen, das Idealgewicht zu halten und altersbedingten Gesundheitsproblemen vorzubeugen.
- Regelmäßige Tierarztbesuche: Halbjährliche Gesundheitschecks ermöglichen es, altersbedingte Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
- Moderate Bewegung: Angepasste Spaziergänge und leichte Spiele fördern die Beweglichkeit, ohne den Hund zu überfordern.
- Beobachtung von Verhaltensänderungen: Verändertes Verhalten kann auf Schmerzen oder andere gesundheitliche Probleme hindeuten.
Hundehalterinnen und -halter älterer Vierbeiner sollten stets ein wachsames Auge auf ihr Tier haben. Werden die Hunde gut versorgt, können sie auch als Senioren ein gesundes und glückliches Leben führen. (lau)
Verwendete Quelle
- Journal of Small Animal Practice: Using veterinary health records at scale to investigate ageing dogs and their common issues in primary care
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