Washington - US-Präsident Donald Trump schätzt nach eigener Aussage den Rat einer ultrarechten Aktivistin. "Laura Loomer ist eine sehr gute Patriotin", sagte der Republikaner auf dem Weg nach Florida vor Journalisten. "Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit." Loomer mache "Empfehlungen für Dinge und Leute" und sei "für gewöhnlich sehr konstruktiv".

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Medienberichte, wonach sie ihn dazu gebracht haben soll, mehrere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats zu entlassen, wies Trump jedoch zurück. Auf die Frage, ob Loomer mit diesen Personalentscheidungen in Verbindung stehe, antwortete er: "Nein, überhaupt nicht." Loomer habe ihm bei einem Treffen am Vortag jedoch mehrere Namen von Personen genannt, die er ihrer Meinung nach einstellen solle.

Medien: Loomer steckt hinter Entlassungen

Laut dem Sender CNN und anderen Medien soll die Aktivistin, die die islamistischen Anschläge in New York und Washington vom 11. September 2001 als Insider-Job beschrieben hatte, Mitarbeiter bei dem Treffen mit Trump beschuldigt haben, nicht loyal genug gegenüber dem Präsidenten zu sein.

Die "New York Times" sprach von sechs Entlassungen, andere Mitarbeiter seien versetzt worden. Bei einem 30 Minuten langen Treffen habe Loomer die Mitarbeiter vor den Augen des Präsidenten und des Nationalen Sicherheitsberaters Mike Waltz heruntergemacht. An dem Treffen habe auch Trumps Vize JD Vance teilgenommen.

Die "New York Times" sprach von einem bemerkenswerten Treffen, bei dem eine Verschwörungstheoretikerin, die selbst vielen aus Trumps Bewegung als zu extrem gilt, mehr Einfluss auf Trump gehabt habe als Waltz, der den Nationalen Sicherheitsrat leitet. Zu den Entlassenen gehört den Berichten zufolge auch ein führender Mitarbeiter für Geheimdienste im Nationalen Sicherheitsrat.

Rassistische Äußerungen über Harris

Loomer hatte Trump schon im Wahlkampf unterstützt. Sie schrieb unter anderem auf der Plattform X in Anspielung auf die indische Abstammung der Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, sollte die Demokratin die Wahl gewinnen, dann werde "das Weiße Haus nach Curry riechen" und Reden in der Regierungszentrale würden "über ein Callcenter abgewickelt". Auch hatte sie spekuliert, der damalige demokratische Präsident Joe Biden habe hinter einem Attentat auf Trump gesteckt.  © Deutsche Presse-Agentur