Trotz Gesprächen über eine umfassende Waffenruhe greift Russland in seinem Krieg weiter ukrainisches Hinterland an. Ein Raketenangriff auf die Stadt Krywyj Rih hat verheerende Folgen.
In der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih sind durch einen russischen Raketenschlag nach Behördenangaben mindestens 14 Menschen getötet worden. "Darunter sind auch sechs Kinder", schrieb der ukrainische
Selenskyj: "Russland will keine Feuerpause, und wir sehen das"
Getroffen worden sei eine gewöhnliche Stadt, der Schlag sei gegen eine belebte Straße und Wohnhäuser geführt worden, beklagte Selenskyj. "Es gibt nur einen Grund, warum das weitergeht: Russland will keine Feuerpause, und wir sehen das." Der ukrainische Staatschef forderte, den Druck auf Moskau zu erhöhen: Amerika, Europa und der Rest der Welt hätten genügend Möglichkeiten, um Russland zu zwingen, Terror und Krieg einzustellen.
Autos und Garagen seien in Brand geraten und mehrstöckige Wohnhäuser beschädigt worden, erklärte Gebietsgouverneur Serhij Lyssak. Die Zahl der Opfer dürfte noch zunehmen. Die Heimatstadt von Präsident Selenskyj liegt gut 70 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die Ukraine wehrt sich seit über drei Jahren gegen eine russische Invasion. (dpa/bearbeitet von br)