Die US-Regierung und Elon Musk dementieren bislang Berichte darüber, dass sich der Tech-Milliardär zeitnah aus dem Beraterkreis von Donald Trump zurückziehen wird. Der deutsche Unternehmer Carsten Maschmeyer ist trotzdem sicher: "Es wird zu dem Bruch kommen."

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Donald Trump und Elon Musk: Während des Wahlkampfs sind sich die beiden Männer immer nähergekommen, wirkten mit der Amtsübernahme des US-Präsidenten Trumps vertraut, wie Familienangehörige. Der Wahlkampfunterstützer Musk wurde von Trump zum unabhängigen Berater gemacht – er soll den Staat verschlanken.

Die ersten Maßnahmen des Tech-Milliardärs und Tesla-Chefs haben für einen internationalen Aufschrei gesorgt – etwa Kürzungen bei der Entwicklungsbehörde USAID und Massenentlassungen bei Bundesbehörden. Vor wenigen Tagen berichteten Medien: Musk soll sein Amt als einer der wichtigsten Berater Trumps abgeben und innerhalb der nächsten Wochen abdanken. Musk selbst und das Weiße Haus dementieren diese Berichte. Der deutsche Unternehmer Carsten Maschmeyer ist sich dennoch sicher: "Es wird zu dem Bruch kommen."

Maschmeyer rechnet mit baldigem Ausscheiden Musks

Im Interview des Nachrichtensenders ntv führte Maschmeyer seine Einschätzung aus: "Das liegt daran, dass hier zwei narzisstische Ultra-Egos zusammentreffen. Das kann nicht lange gut gehen." Trump sei zudem klug genug, um zu verstehen, dass ihm die "bizarren" Auftritte Musks langfristig schaden. Hinzu kämen inhaltliche Differenzen, ist Maschmeyer überzeugt: "So hält der Unternehmer Musk von Zöllen wenig – die werden nämlich auch für Tesla teuer."

Maschmeyer rechnet damit, dass Musk noch in den kommenden Monaten seinen Posten aufgeben wird. Am Ende würde der Tesla-Chef als Verlierer aus dieser Beziehung gehen, denn: Er habe mit seinem forschen Handeln eine große Wut ausgelöst, die sich vorrangig gegen Tesla richtete. "Musk, der Hofnarr – Trump, der König: Diese Beziehung endet jetzt", sagt Maschmeyer dazu.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA merkte Maschmeyer an, dass mittlerweile selbst das früher liberale und den Demokraten zugeneigte Silicon Valley republikanischer geworden sei. Wenn auch: "Das Verhältnis einiger Tech-Unternehmen zu Trump kann man daher als Zweckehe beschreiben, die vorrangig dem Wohl der von ihnen geführten Unternehmen dient."

Maschmeyer ist überzeugt, dass dennoch auch in Zukunft "das unternehmerische Mindset, das grenzenlose Denken immer die DNA der jungen Gründerinnen und Gründer, der Unternehmerinnen und Unternehmer in den USA" sein werde. (ras)

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