Hunderte Feuerwehrleute bekämpfen Vegetationsbrände in der kroatischen Küstenregion Mitteldalmatien. Am kritischsten war die Lage in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben der örtlichen Feuerwehr rund um die Ortschaften Podgora und Tucepi an der sogenannten Makarska-Riviera.

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Im bergwärts gelegenen Ortsteil von Podgora reichten die Flammen bis zu 20 Meter an die ersten Häuser heran, berichtete die Lokalzeitung "Slobodna Dalmacija". Mehr als 300 Feuerwehrleute mit 70 Einsatzfahrzeugen sowie Löschflugzeuge hätten verhindert, dass Häuser abbrannten. Mehrere Dutzend Touristen und Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. Am Morgen beschrieb die Feuerwehr die Lage als weitgehend unter Kontrolle.

Den Behörden zufolge brach der Brand infolge der Fahrlässigkeit eines örtlichen Bewohners im Naturpark Biokovo aus, der sich in den Bergen oberhalb von Podgora und Tucepi erstreckt. Es seien 400 Hektar an Vegetation niedergebrannt, hieß es weiter. Der Naturpark Biokovo gilt in Kroatien als einzigartig, weil 1500 Meter hohe Berge nahe an die Küste heranreichen. Das Gebiet ist bei Wanderern und Tourengehern beliebt.

Ein weiterer Brand beschäftigte die Feuerwehren in Vrsine, 30 Kilometer westlich von Split. In einem unzugänglichen Berggebiet wurden etwa 500 Hektar an Wald-, Gebüsch- und Wiesenflächen von den Flammen erfasst. Rund 60 Feuerwehrleute mit 18 Einsatzfahrzeugen seien dort aktiv, hieß es in Medienberichten. Wald- und Buschbrände sind in Kroatien im Sommer häufig. Begünstigt werden sie auch jetzt durch die anhaltende Trockenheit.   © dpa

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